{"id":11,"date":"2016-11-14T10:11:14","date_gmt":"2016-11-14T10:11:14","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.nfseebronn.de\/?page_id=11"},"modified":"2024-06-20T15:12:47","modified_gmt":"2024-06-20T13:12:47","slug":"spittl-bajas","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/nfseebronn.de\/?page_id=11","title":{"rendered":"Spittl-Bajas"},"content":{"rendered":"<div id=\"pl-11\"  class=\"panel-layout\" ><div id=\"pg-11-0\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-11-0-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-11-0-0-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"0\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-dbf295114b96-11\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/narrenzunft-seeebronn-7-e1715883689744-1024x661.jpg\" width=\"800\" height=\"516\" srcset=\"https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/narrenzunft-seeebronn-7-e1715883689744-1024x661.jpg 1024w, https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/narrenzunft-seeebronn-7-e1715883689744-300x194.jpg 300w, https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/narrenzunft-seeebronn-7-e1715883689744-768x496.jpg 768w, https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/narrenzunft-seeebronn-7-e1715883689744-1536x992.jpg 1536w, https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2024\/05\/narrenzunft-seeebronn-7-e1715883689744-2048x1322.jpg 2048w\" sizes=\"(max-width: 800px) 100vw, 800px\" title=\"narrenzunft-seeebronn-7\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><div id=\"pg-11-1\"  class=\"panel-grid panel-no-style\" ><div id=\"pgc-11-1-0\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-11-1-0-0\" class=\"so-panel widget widget_text panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"1\" >\t\t\t<div class=\"textwidget\">Sowohl in der Beschreibung des Oberamts Rottenburg von 1900 als auch in der amtlichen Kreisbeschreibung des Landkreises T\u00fcbingen von 1972 wird darauf hingewiesen, da\u00df sich an der 1965 abgebrannten Spitalscheuer \u00fcber den Torbogen Wappen mit der Zahl 1732 und eigenartige Fratzen befanden. Die drei Steine mit ihren im wahrsten Sinne des Wortes merkw\u00fcrdigen Fratzen sind erhalten, sie waren die Schlu\u00dfsteine, die \"K\u00f6nige\", in den Torb\u00f6gen der Spitalscheuer. Einer vonihnen ist jetzt am Haus gegen\u00fcber eingemauert. Erstmals wird der Fronhof in Seebronn im 14. Jh. erw\u00e4hnt. 1498 besa\u00dfen das Karmeliterkloster Rottenburg und das Kloster Kirchberg in etwa jeweils die H\u00e4lfte dieses Fronhofes.Schon im 15. Jh. befanden sich die Hofp\u00e4chter h\u00e4ufig in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, was vermutlich dann 1526 zum Verkauf des ganzen Hofes an das Rottenburger Spital f\u00fchrte, das dabei auch die Zinsr\u00fcckst\u00e4nde der fr\u00fcheren P\u00e4chter mit\u00fcbernehmen mu\u00dfte. Von da an wird dieser Hof Spitalhof genannt. 1778\/1779 erwirbt die Gemeinde den Spitalhof und ver\u00e4u\u00dfert ihn 1873 an53 Bauern weiter.Ob die in den Wappen \u00fcber den Torbogen angegebene Zahl 1732 mit dem Bau oder einer Renovierung zusammenh\u00e4ngt, oder ob diese Wappen auf dem Geb\u00e4ude nachtr\u00e4glich als Herrschaftszeichen angebracht wurden, istderzeit nicht bekannt. Eindeutig erscheint jedoch, da\u00df auf demjenigen dieser drei Steine, der als Vorlage f\u00fcr die Maske des Spittelbajas diente, ein \"Gr\u00fcner Mann\" dargestellt ist. William Anderson hat sich in \"Der gr\u00fcne Mann- Ein Archetyp der Erdverbundenheit\" (Solo-thurn, D\u00fcsseldorf: Walter, 1993) eingehend mit diesem kunsthistorischen Ph\u00e4nomen besch\u00e4ftigt. Schon in der Antike, in der Romanik und Fr\u00fchgotik tauchen diese Blattmasken auf und verschwinden alsbald wieder. Seinen Triumph, so Anderson, feierte der \"Gr\u00fcne Mann\" aber in der Gotik.\"Wenn wir seine neuere Form, den Vegetation speienden menschlichen Kopf betrachten, dann stellt sich die Frage, warum er einen Akt gegen die Natur ausf\u00fchrt. Was ist die Quelle dieser Vegetation, die ihm entstr\u00f6mt? Eine Interpretation lautet, da\u00df er mit zwei anderen Figuren verwandt ist, die uns aus Bildhauerarbeiten dieser Zeit vertraut sind; es sind dies der grinsende Riese, der seinen Mund mit den Fingern aufrei\u00dft, und die Gestalt mit herausgestreckter Zunge. Es hei\u00dft, da\u00df sie die drei Stadien des \u00c4u\u00dferns des Wortes (Gottes) darstellen: zuerst das \u00d6ffnen des Mundes, dann das Zeigen der Zunge und zuletzt die Verwandlung der Zunge in das Laub des Logos.\" Der \"Gr\u00fcne Mann\" steht f\u00fcr das Naturgesetz, daf\u00fcr, da\u00df das essentiell Gute des Naturgesetzes seit Anbeginn der Sch\u00f6pfung existierte, f\u00fcr die Zeit in ihrem immerw\u00e4hrenden Kreislauf, f\u00fcr die un\u00fcberwindliche Kraft der Natur. Die Stirnpartie dieser Fratze stellt dann auch nicht, wie schon verschiedentlich vermutet, eine Jakobsmuschel dar (die gew\u00f6hnlich nach au\u00dfen gew\u00f6lbt dargestellt wird), sondern Laubwerk, das auf dem Stein auch rings um das Gesicht angedeutet, ganz deutlich aber links und rechts der Mundpartie und darunter zu erkennen ist. In diesem Kontext sind die Farben f\u00fcr das H\u00e4s des Spittelbajas gut gew\u00e4hlt, das Braun der Hose steht f\u00fcr die Erde und das Gr\u00fcn des Kittels f\u00fcr das Wachstum, die Vegetation. Altes Handwerk lebt beim Herstellen der Larvenhaube wieder auf: auf das Maskentuch sind zweifarbig gesponnene und gezwirbelte Wollf\u00e4den aufgen\u00e4ht, auch die zweifarbigen Pompons (Wolle-B\u00f6bbel) werden daran befestigt. Die H\u00e4sbemalung, in der sich Elemente der Maske in stilisierter Form wiederfinden, hat jeder H\u00e4str\u00e4ger selbst zu besorgen. Das Seebronner Rathaus und der Kirchturm sind auf der R\u00fcckseite des Kittels aufgemalt, der mit einer wei\u00dfen Halskrause gegen die Maske abge-schlossen wird. Gschell, wei\u00dfe Handschuhe und schwarze Halbschuhe vervollst\u00e4ndigen die in der Maskenordnung vorgegebene Ausr\u00fcstung. In der Hand f\u00fchrt der Spittelbajas einen Narrenstab mit, an dessen einem Ende ein Kuhschwanz zum Necken der Zuschauer angebracht ist, am anderen Ende ist eine Narrenschelle befestigt. Wie durch eine Narrenfigur die Erinnerung an ein abgegangenes Geb\u00e4ude und dar\u00fcber hinaus auch an die \u00f6rtliche Geschichte wachgehalten werden kann, daf\u00fcr gibt die Hauptfigur der Seebronner Fasnet, der Spittelbajas, ein gutes Beispiel.<\/div>\n\t\t<\/div><\/div><div id=\"pgc-11-1-1\"  class=\"panel-grid-cell\" ><div id=\"panel-11-1-1-0\" class=\"so-panel widget widget_sow-image panel-first-child panel-last-child\" data-index=\"2\" ><div\n\t\t\t\n\t\t\tclass=\"so-widget-sow-image so-widget-sow-image-default-dbf295114b96-11\"\n\t\t\t\n\t\t>\n<div class=\"sow-image-container\">\n\t\t<img \n\tsrc=\"https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/13148944.jpg\" width=\"243\" height=\"450\" srcset=\"https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/13148944.jpg 243w, https:\/\/nfseebronn.de\/wp-content\/uploads\/2016\/11\/13148944-162x300.jpg 162w\" sizes=\"(max-width: 243px) 100vw, 243px\" alt=\"\" \t\tclass=\"so-widget-image\"\/>\n\t<\/div>\n\n<\/div><\/div><\/div><\/div><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sowohl in der Beschreibung des Oberamts Rottenburg von 1900 als auch in der amtlichen Kreisbeschreibung des Landkreises T\u00fcbingen von 1972 wird darauf hingewiesen, da\u00df sich an der 1965 abgebrannten Spitalscheuer &#8230;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":24939,"parent":5,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-fullwidth.php","meta":{"_s2mail":"","ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"class_list":["post-11","page","type-page","status-publish","has-post-thumbnail","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24944,"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/11\/revisions\/24944"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/5"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/24939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/nfseebronn.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}